Adventskalender Türchen Advent, Ankunft: Predigt Helmut K.

Predigt zum 1. Advent – von Helmut K.

Advent, Ankunft:

Gott kommt zu uns.

1. Advent: GOTT kam zu uns in JESUS und (2. Advent) Gott wird wiederkommen in Jesus.1. Advent: GOTT kam zu uns in JESUS: GOTT, der Unsichtbare, wird sichtbar. GOTT, der Allmächtige, wird wie ein Helfer. GOTT, der Unnahbare, wird wie ein Freund. GOTT, der Ewige, Er stirbt, Er stirbt grausam vor allen und für alle; und Er aufersteht für seine Leute. Gott wurde Mensch: In JESUS zeigte sich GOTT, wie Er ist, und wie Er zu uns Menschen steht.Das lässt uns aufatmen. Das lässt uns hoffen. Das lässt aufatmen: Die Schuldfrage kann gelöst werden. Wie ist das mit „Schuld“? Ende der 70er Jahre machte ich beim Diakonischen Werk einen Suchthelferlehrgang. Es ging um Hilfe und Betreuung vor allem von Alkoholikern. Es wurde uns klargemacht, den Begriff „Schuld“ zu vergessen und aus unserem Werkzeugkasten zu verbannen: Schuld hätten nämlich die Betroffenen nicht. Schuld, also die Ursache der Trunksucht, wären die Verhältnisse, Familiengeschichte und andere negativen Einflüsse. Zur Heilung sollten die Hilfebedürftigen herausgenommen werden aus der Rolle der bösen Schuldigen und versetzt werden in die Rolle der Opfer. Und immer sei die Menschenwürde auch eines „Säufers“ zu beachten: Deshalb: Keine Verachtung und Therapie „von oben herab“!Soweit die Theorie.

Die Praxisberichte der Betroffenen, der sog. „Trockenen“, der geheilten Alkoholiker, klangen da etwas anders. Diese Trockenen, etwa die Hälfte in unserer Stuhlkreisrunde, stellten sich zu unserem Erstaunen nacheinander vor, immer mit den gleichen Eingangsworten, wie mit einer Formel: „Ich heiße XY, und ich bin Alkoholiker…“
Später erzählten sie uns ihre Geschichte. Hierbei immer wieder der gleiche Vorgang: Wegen ihres Trinkens und ihres Kontrollverlustes wurden sie schließlich massiv unter Druck gesetzt, vom Ehepartner und vom Arbeitgeber. Da half kein Beschönigen und Verniedlichen mehr mit „lütt-Lütt“, „Bierchen“, „Schnäpschen“, „Prösterchen!“ Nun hieß es klar und hart: Du bist Alkoholiker! Wenn Du jetzt keine Kur machst, ist Schluss mit der Beziehung in Ehe und Beruf!

Positive Folge,

die Einsicht: „Ich musste mich ehrlich machen, und dann ging ich zur Kur. Sonst wäre mir nicht mehr zu helfen gewesen. Ich bin krank durch mein falsches Verhalten und kann mir selbst nicht mehr helfen.“ Ein herbes Eingeständnis. Aber ohne dem keine Heilung möglich!

„Mein falsches Verhalten“ – Der Betroffene übernahm die Verantwortung dafür. Das ist auch die Würde des Menschen: Er kann sein Denken und Tun hinterfragen, ob richtig oder falsch. Er hat ein „Gewissen“. Das unterscheidet ihn vom Tier. Der Mensch kann auch Nein sagen. Und er kann, wenn’s ihm auch schwerfällt, Fehler einsehen. Somit ist die Schuldfrage gelöst. Das lässt hoffen. Auf eine positive Veränderung.

Ansatz dazu: Ehrliche Einsicht. Seit GOTT in JESUS sich am Kreuz zum Schuldopfer für alle gemacht hat, machen ließ, darf jeder Mensch sich ehrlich machen: „Ja, ich habe versagt, habe anderen Schaden zugefügt, bin anderen Hilfe und Zuwendung schuldig geblieben. Und Gott – der war mir egal. Ich bin eine Sünderin, ich bin ein Sünder. Ich hätte Gottes Verachtung und Verwerfung verdient.

Aber: Gott, ich danke Dir, Du hast mit Deinem Opfer in Jesus alles gesühnt, auch alles Negative und Böse von mir. Du selber hast mich freigesprochen von aller Schuld. Ich darf mich betrachten als Dein geliebtes Kind, als Deine Tochter, als Dein Sohn. Und auch mit mir willst Du nun Deine Herrschaft, hier, bauen und erweitern. Du stößt mich nicht von Dir; Du schließt mich in Deine Arme, Du nimmst mich an die Hand auf meinem Weg und machst mich fit für’s Leben, hier, und für die Ewigkeit.“ Meine Schuld ist vergeben! Das lässt mich aufatmen.

Dafür steht der 1. Advent:

GOTT kam zu uns in JESUS, um uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt. In Jesus zeigte Gott, dass er uns vergibt, alles. Gnade, ohne Gegenleistungen; außer der einen: das ehrliche Eingeständnis des Versagens, auch des mutwilligen, der eigenen Schuld. Und der Ursünde zu meinen, Gott nicht nötig zu haben. Die Gnade Gottes: In den Evangelien können wir’s nachlesen. GOTT in JESUS kümmerte sich um die „Kaputten“, die nichts mehr leisten konnten, um die Kranken an Leib und Seele, ja, sogar um  die ganz „Kaputten“, die Gestorbenen. Auch die hoffnungslosen Fälle – Jesus heilte sie.„Wir sahen seine Herrlichkeit.“ ER machte Unmögliches wahr. „Wunder“ sagen wir dazu. Die tut Gott heute noch. Aufatmen! Das macht uns Mut:
„Jesus ist kommen…“ als Wegführer… Ich lasse mich führen., als Helfer, Arzt  und  Retter… Ich lasse mir helfen; JESUS, gekreuzigt und auferstanden. Jesus ist kommen, der Gute Hirte, der bei uns ist alle Tage, und auch in unseren Nächten, und auch in der Nacht des Todes. Der Auferstandene, ER ist immer da, überall und jederzeit, Gott persönlich, von Ewigkeit zu Ewigkeit und Dir ganz nah. Dieser Gott hört dich und tut was, und immer das Richtige, mit seiner größeren Übersicht.
„Wir sahen seine Herrlichkeit.“ Und: Wir werden (Zukunft!) seine Herrlichkeit sehen. Denn der Auferstandene wartet auf uns in seiner „himmlischen“ Welt, wenn wir hier in dieser Welt unsere Augen schließen.

Das lässt uns hoffen. Das gibt uns Zuversicht!

Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden! Jesus vergleicht die himmlische Welt mit einer Riesenparty, bei der alles ohne Ende gut ist: Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide; Und Du darfst dabei sein! Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne! Deshalb lassen wir im Advent und zu Weihnachten unsere Lichter brennen mitten in der dunkelsten Jahreszeit und knabbern die leckersten Sachen…

Amen.

Der 1. Advent – Oder: Was fällt uns ein zu JESUS ? … dieses  WORT war GOTT, und dieses WORT wurde Mensch, ein ganz besonderer: JESUS.

Und wir sahen seine HERRLICHKEIT. (V. 14)

Johannes 1 (Prolog)

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